Was Sie noch über richtiges Lüften wissen sollten:

  1. Lüften Sie das Schlafzimmer nach dem Aufstehen gründlich. Und nach einer Stunde erneut. So vermeiden Sie, dass Feuchtigkeit in die Möbel zieht.
  2. Lüften Sie viel Wasserdampf (Duschen und Kochen) sofort nach außen ab. Im Bad können Sie nachhelfen, indem Sie die Fliesen leicht abwischen. So verringern Sie die Lüftungsdauer.
  3. Lüften Sie auch nach dem Bügeln.
  4. Trocknen Sie nach Möglichkeit keine Wäsche in der Wohnung. Wenn das nicht anders geht, nutzen Sie dafür einen geschlossenen Raum, dessen Fenster Sie dann – ausnahmsweise! – kippen.
  5. Lüften Sie nicht von einem Zimmer in das nächste, sondern immer direkt nach außen! Wo das nicht geht, sollten Sie der Luft den kürzesten Weg anbieten. Die anderen Türen sollten Sie dann geschlossen halten.
  6. Gut genutzte Räume sollten Sie öfter kurz lüften. In jedem Fall aber ist ein kompletter Lüftungszyklus vor der Nachtruhe sinnvoll.
  7. Auch die Kellerräume sollten Sie lüften: im Winter wie die Wohnräume, im Sommer möglichst während der Nacht. Sind nämlich die Außentemperaturen höher als an der Kellerwand, schlägt sich dort Luftfeuchtigkeit nieder.
  8. Verzichten Sie auf zu viele Zimmerpflanzen. Tischspringbrunnen und ähnliche Wasserspiele gehören eigentlich nicht in Wohnräume – ebenso besagter Raumluftbe-feuchter.
  9. Noch eine Faustregel: Je kühler die Temperatur, desto eher ist der Sättigungsgrad in Sachen Luftfeuchtigkeit erreicht. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen.

Richtiges Lüften im Sommer

Temperatur im Hausinnern angleichen.

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, ist es in gut gedämmten Häusern in der Regel angenehm kühl, im Kellerbereich ohnehin. Doch genau diese Tatsache kann zum Problem werden, dann nämlich, wenn Hausbewohner den hohen Temperaturunterschied von außen nach innen nicht beachten und sorglos Fenster und Türen öffnen. Dann strömt nämlich sehr warme und feuchte Luft in kühle Räume mit relativ kühlen Wandoberflächen. Die warme Luft wird schnell abgekühlt, die Feuchtigkeit kondensiert und zwar an den Wandoberflächen. Experten sprechen hier vom Schwitzeffekt. Der Haken: Diese Feuchtigkeit hat dann keine Chance, nach außen transportiert zu werden. Und das kann auf Dauer die Bildung von Schimmel fördern, natürlich zunächst an gut „geschützten” Stellen.

sommerluften

Fazit:

  • Der Temperaturunterschied zwischen dem Hausinnern und der Außenluft sollte möglichst gering sein, wenn Sie lüften wollen. Das heißt: Lüften Sie möglichst in den späten Abendstunden, während der Nacht oder sehr früh am Morgen, wenn die Sonne die Luft noch nicht so stark erwärmt hat. Grundsätzlich gelten die Regeln des Stoßlüftens, also kurz aber intensiv. Lüften Sie nicht von einen Raum durch oder in den anderen. Auch hier gibt es Temperaturunterschiede.
  • Im Zweifel sollten Sie dafür sorgen, dass die Temperatur im Innern des Hauses nahezu Außenluftniveau erreicht. Das klingt merkwürdig, kann aber schon durch Öffnen der Beschattung funktionieren.
  • Kellerräume sollten Sie an heißen Tagen besser nicht lüften, sondern ausschließlich nachts, beziehungsweise sehr früh am Morgen. Im Zweifel macht es nichts, wenn Sie den Keller mal ein paar Tage überhaupt nicht lüften. Das ist immer noch besser, als den Schwitzeffekt herauszufordern.
  • Ist der Keller baulich vom Wohnbereich durch eine Tür und einen Abgang getrennt, sollten Sie auch diese Tür an heißen Tagen geschlossen lassen. Offene Keller sind meist bewohnbar. Doch auch hier gilt: Achten Sie auf den Temperaturunterschied und lüften Sie im Zweifel lieber mal weniger.
  • Bedenken Sie, dass Schimmelsporen gerade im Sommer gut unterwegs sind. Feuchte Wände liefen ihnen eine perfekte Grundlage für das Wachstum.
  • Sollten Sie Feuchtigkeit feststellen, können Raumluftentfeuchter helfen.